Kai Döhring

Leadgitarre, Akustikgitarre, Lap-Steel-Gitarre, Gesang

gen Floyd war seine Idee. Angefangen hat sie allerdings sehr viel früher – und ohne Gitarre.

Als Schüler in Karlsruhe-Rüppurr spielte Kai Blockflöte und Akkordeon. Sein Klassenkamerad Thomas „Gigi“ Geiger hatte damals schon eine Band und fragte, ob sie im Keller des Elternhauses proben dürfe. Sie durfte. Zwischen den Proben zeigte Gigi ihm die ersten Akkorde; der erste Song, den Kai spielen konnte, war „Dicke“ von Marius Müller-Westernhagen. Gigi war der Leadgitarrist der Band.

Irgendwann hatte der Rhythmusgitarrist keine Lust mehr, und eine Stelle wurde frei. Kai übte Tag und Nacht. Neben David Gilmour wurde Klaus „Major“ Heuser von BAP zu seinem zweiten Helden. Einige Zeit später war Kai der Leadgitarrist – und Gigi spielte Rhythmusgitarre.

Parallel nahm er klassischen Gitarrenunterricht bei Michael Rüber in Karlsruhe – einem Berufsmusiker, der unter anderem mit Marla Glen arbeitete und Bühnenmusik für das Badische Staatstheater schrieb. Rüber ist inzwischen verstorben. Bis Kai ihm mit etwa vierzehn Jahren einen Wunsch vortrug, der nicht recht in den Lehrplan passte: Er wollte das Solo aus Comfortably Numb spielen. Dieses eine Stück hatte ihn nicht mehr losgelassen. Am 23. Oktober steht es am Ende des Abends.

Beide Vorbilder hat Kai später noch live erlebt, darunter eines der letzten Genesis-Konzerte überhaupt, 2022 in London. Der Wunsch, beide an einem Abend zu hören, ließ sich nie erfüllen – also hat er sich diesen Abend selbst gebaut.

Auf der Bühne verbindet er zwei Spielweisen, die sonst getrennt bleiben: das singende, raumgreifende Spiel von David Gilmour und die filigrane, harmonisch dichte Sprache von Steve Hackett. Dafür arbeitet er mit Instrumenten und Klängen, die den Originalen sehr nahe kommen – nicht aus Kopierlust, sondern weil diese Musik von genau diesen Klangfarben lebt.

Neben der elektrischen spielt er Akustikgitarre und Lap Steel. Letztere ist kein Beiwerk: Ohne sie klingt ein Stück wie One of These Days schlicht nicht nach Pink Floyd. Dazu kommt etwas Gesang.

2024 fuhr er gemeinsam mit Matthias und Gigi nach Rom, um David Gilmour im Circo Massimo zu erleben – jenem Amphitheater, in dem 2007 auch das Genesis-Konzert stattfand, über das Noah Jahre später zu dieser Musik fand. Es regnete. Wer auf der Blu-ray „The Luck and Strange Concerts“ genau hinsieht, findet die drei im Publikum wieder. Zwei Wochen darauf standen sie in der Royal Albert Hall in London, um Steve Hackett zu sehen.

Seine Lieblingsstücke: Comfortably Numb, Shine On You Crazy Diamond und Echoes bei Pink Floyd, Firth of Fifth, Los Endos und Carpet Crawlers bei Genesis.

Kai lebt in Eisental bei Bühl.

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In Concert am 23.10.2026